Samstag Feb 06, 2010
Faust!
Die gerade in den Blogs herumkursierende 100-Bücher-Liste trifft nicht so ganz meinen Geschmack. Was ich aber (im Gegensatz zu scheinbar vielen) mit großem Gefallen las: Faust I von Goethe. War das beste Buch in der gesamten Schulzeit (wobei eines der Moers'schen kleinen Arschloch-Bücher natürlich auch recht prägend war).
Auf dem Bild sieht man die irgendwann im Januar fertiggestellten Socken aus dem Jitterbug-Garn der Firma Colinette in der Farbe Popsicle. Die Wolle habe ich im Tausendschön gekauft. Ich mag die Jitterbug sehr gerne und horte noch ein paar weitere Farben.
Weiterhin beschäftige ich mich momentan wieder sehr stark mit dem Gedanken an ein Leopardil. Damit ist ein kleines, nettes Automobil gemeint, welches durch Aufbringen von Leopardenflecken eben zum sich geschwind an winzige Parkplätze heranpirschenden Leopardil werden wird.
Die verstärkten Gedanken haben mich zu dem Wunsch gebracht, dass es ein Daihatsu Cuore werden soll. Bilder davon gibt es natürlich auch. Vermutlich wird das Gefährt dann irgendwo zwischen 15 und 20 Jahren alt sein und schon 100.000 Kilometer Landschaft gesehen haben... Falls jemand weiß, wo ich so ein tolles Dingsi käuflich in der Nähe erwerben kann (sooo häufig werden sie nun auch wieder nicht angeboten, aber wenn, dann meist zu diesen Konditionen)... Hinweise bitte zu mir!
Sonntag Jan 31, 2010
Melancholie...
...bei 30 Grad. Und damit ist jetzt nicht das Wollwaschprogramm gemeint. Es geht eher um die Monotonie der glattrechts gestrickten Socken, eine Allegorie auf das Leben. Ähem. Jedenfalls hier nochmal ein Modell aus hübsch flauschiger Drachenwolle, die Farbe ist mit einem schwungvollen "N° 12" betitelt.
Heute habe ich meinen ehemaligen Prüfungslernsessel samt Fußschemelchen aus leuchtend rotem Cord für etwas weniger verkauft, als ich dann später im Tagesverlauf für die Monotonie unter Palmen ausgegeben habe. Okay, die Palmen waren Birken. Und statt 30 Grad waren es 80 bis 90°C. Und Monoton war es auch nicht, da wir ständig die Sauna gewechselt haben (und außerdem auch gerutscht sind). Jetzt bin ich total entspannt. Und was soll ich sagen? Es war ideal!
Mit welchem Sitzmöbel ich mich dann für die nächste Prüfung vorbereite überlege ich mir noch. Allerdings vermute ich jetzt schon, dass es wohl nicht die schicke Rolf Benz Lederliege 680 werden wird, auf welche ich kürzlich unversehens in einem Möbelladen geraten war. War schon nett... Aber zum Memorieren von Buchinhalten für mich persönlich vermutlich eher nicht ganz so perfekt geeignet, ich schweifte darauf vermutlich ständig ab und wild mit Gedanken umher.
Sonntag Jan 24, 2010
Aufgabenverteilung
Die Aufgabe von Riette und dem lieben Mir ist es, es sich besonders gut gehen zu lassen und sich möglichst ausgiebig des Lebens zu erfreuen. Der Mann und ich erfreuen uns dann ausgiebig daran, wie die Riette und das Mir sich am Leben erfreuen. Das ist sehr schön.
Warum zum Erfreuen am Leben allerdings das Herabwerfen von gefüllten Gefäßen scheinbar zwingend dazu gehört, das weiß vermutlich nur Riette... Und sagt es nicht!
Dienstag Jan 19, 2010
Die Römer
"Unsere Blogkatze" namens Tombola sitzt in einem Käfig... Vielleicht kann/mag jemand helfen? Hat römische Verwandtschaft/Bekanntschaft oder eigene Wanderslust? Herzzerreißend!
PS:
Auch im Tierheim 'um's Eck' sitzen bestimmt liebe Katzentiere. Als wir uns kennenlernten war das Mir ja auch bereits ein ausgewachsenes Katzentier. Eventuell hätte ihr auch das Tierheim gedroht, während sich wegen ihrem Wohnungsgenossen 'mit Papieren' die Anrufer gestapelt haben. Wegen dem sind wir zwar gekommen, aber den wollten wir dann garnicht (siehe Bericht). Das Mir hatte sich innerhalb von Sekunden in mein Herz geschlichen. Besser hätte das eine kleine Katze auch nicht hinbekommen, dessen bin ich mir so sicher, wie man sich nur sicher sein kann. Die Entscheidung, das Mir zu uns zu nehmen war sowas von goldrichtig... Ende der Erinnerungsdurchsage, dass auch ein 'älteres Tier' noch ein liebes Zuhause braucht und nicht einsam im Tierheim verrecken will...
Dienstag Jan 19, 2010
Tja
...ein paar Tage hat das Jahr ja nun schon hinter sich gebracht.
Ich war...
... kein einziges Mal tanzen, leider auch nicht auf der Hüttengaudi, dafür aber
... vor einem restlos ausverkauften Kino,
... dafür dann aber frühzeitig in der MOP-Schlange,
... einmal in der Sauna,
... einmal auf der Sonnenbank,
... einmal im lokalen Musical (Weihnachtsgeschenk 2008),
... einmal nach einem Musical einen Absacker nehmen,
... und einmal tatsächlich "Einen trinken" (danach in Tanzlaune gewesen, Tanzlokalität hatte jedoch leider geschlossen)...
Socken sind (vor Äonen) auch fertig geworden, auf Ravelry gab es sie auch bereits zu sehen. Die Wolle habe ich aus Backnang vom Ravelertreffen herbeigeschleppt. Es müsste sich um eine Wanderung im Weinberg aus Drachenwoll'scher Färbung handeln, sechsfach.
Und da ich gefragt wurde, ob ich meine Socken mit der Maschine stricke, da die ja alle ganz glatt rechts seien: Nö. Meine Socke ist mein Steingarten. Lustige Muster erst dann wieder, wenn der wilde Geist zur Ruhe gekommen ist.
Gelesen wird (neben allerhand Fachkram und interessanten Klatsch&Mode-Zeitschriften) gerade der dritte Band der Sookie-Stackhouse-Reihe (Vorsicht: Autoren-Link!). Musikalisch gesehen gibt es aktuell keine neue Liebe, gerade läuft RadioParadise, nette Mischung.
Die Riette und das Mir (welche, was den Rufnamen angeht, bedauerlicherweise immer öfter zum "Mierchen" verkommt, welches sie zu gegebenem Anlass jeweils mit einem kläglichen Miauen kommentiert) müssen demnächst mal zum Tierarzt, das alljährliche Winterimpfen samt Entwurmungs-Tralala muss absolviert werden.
Sonst im Süd-Westen nichts Neues.
Freitag Jan 01, 2010
Mittwoch Dez 30, 2009
Das geht vorbei
Am diesjährigen Heiligabendmorgen besuchte ich meine allerbeste Jugendfreundin und Exmitbewohnerin zum allerletzten Mal. In der letzten Zeit haben wir uns alle Jubeljahre mal gesehen. Sicher hatten wir uns in den letzten Jahren ein klein wenig auseinander gelebt - na gut, vielleicht auch mehr als das. Jedoch gab es keinen Streit, sondern nur das friedliche, fast unmerkliche Auseinanderdriften der verschiedenen Leben. Trotzdem wollte ich mich von ihr verabschieden.
Anfang April stellte man ihr die Diagnose Leukämie. Doch zeigte nicht eine der neun Chemo-Therapien den gewünschten Erfolg. Und auch die durchgeführte Knochenmarkstransplantation erwirkte leider keine Heilung.
Ich weiß nicht, ob meine beste Jugendfreundin am Heiligabendmorgen getragen vom Morphinteppich überhaupt noch mitbekommen hat, dass ich sie besucht habe, dass ich ihr etwas gesagt habe, ihre Hand gehalten habe. Aber es war wichtig und richtig und gut.
Noch an Weihnachten ist sie dann gestorben. Hinterlässt dabei Mann, zwei kleine Kinder, ein kaum angebrochenes Leben, ach was, je nach Zählart auch gleich drei davon...
Heute dann die Beerdigung. Leider trösten mich Glaubensrituale ja wesentlich weniger, als ich mir das so wünschen würde. Wäre schön, felsenfest einen prima Sinn dahinter vermuten zu können. Aber Kiste in Erde ist Kiste in Erde - ist blöd. Punkt.
Das Wichtigste: Meistens war es schön mit ihr!
Was mir nun seit Tagen im Kopf rumgeht, ist dieser miese, lausige, blöde Witz, welchen die oben erwähnte Dame anlässlich einer großen Trunkenheit auf einer ausgearteten WG-Feierlichkeit mit über hundert Gästen deutlich (und damit meine ich DEUTLICH!) mehr als ein Mal zum Besten gab:
Treffen sich zwei Planeten, sagt der eine: "Du siehst aber schlecht aus, bist ja ganz grün und blau!"
Sagt der andere Planet: "Oh weh, ich habe Homo Sapiens..."
Sagt der erste Planet wieder: "Ach, das geht vorbei..."
Und gerade weil es so schnell vorbei gehen kann, möchte ich mir 2010 vielleicht ausnahmsweise doch mal etwas vornehmen; ein wenig inspiriert von einem Film, in welchem es um Erinnerung, Vergänglichkeit und Autonomie geht: I want more life, fucker!
Garnprinzessin
















